
| Koalitionsvereinbarung zum Thema Gesundheit |
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Bekenntnis zum niedergelassenen Facharzt Begrüßt wird auch der Umgang mit den Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), die überwiegend in ärztlichem Besitz sein müssen. „Das ist ein schwerer Schlag gegen Krankenhaus-MVZs und Kapital-MVZs. Diese wären nur noch in unterversorgten ländlichen Gegenden zulässig. Da sind sie aber eher nicht zu erwarten“, so Scharmann. Auch auf die Überprüfung des Honorarsystem setzen die niedergelassenen Fachärzte Hoffnungen: „Die Regelleistungsvolumen der Großen Koalition gefährden akut die Basisversorgung. Eine Abkehr davon ist zwingend nötig. Ziel muss eine betriebswirtschaftlich kalkulierte, transparente Eurogebührenordnung sein, die die unstrittige Unterfinanzierung in der Honorierung der ambulanten Fachärzteschaft endlich beendet“, erklärte Scharmann. Über den Gesundheitsfonds wurde die Gnadenfrist verhängt – bessere wäre es, ihn gleich ganz abzuschaffen: Doch die Perspektive dazu steht: „Wenn das gesamte Gesundheitssystem umgekrempelt wird, dann wird der neuen Koalition aus CDU/CSU und FDP dazu sicherlich etwas besseres einfallen, als dieses bürokratische Ungetüm. Die Kassen sollten auch hier wieder handlungsfähig gemacht werden“, so Scharmann. Die Politik scheint die Risiken einer zersplitterten Verhandlungslandschaft aus vielen medizinischen Fachgruppen und Krankenkassen jetzt endlich wahrzunehmen. „Wir Ärzte müssten vor allem fürchten, dass der Fusionsprozess der Kassen sich so entwickelt, dass unsere inhomogene Fachärztelandschaft dann nur noch wenigen Großkassen gegenübersteht“, so Scharmann. Grundsätzlich, so der DFV Chef, sei es durchaus vorstellbar, dass fachärztliche Berufsgruppen mit den Kassen in Verhandlung treten, dabei aber auf reformierte Kassenärztliche Vereinigungen als Dienstleister zurückgreifen Unverändert bleibt die Forderung der Fachärzte nach einem § 73e „Facharztbasierte Versorgung“ im Sozialgesetzbuch V bestehen, der aus Sicht des DFV bei einer immer komplexeren Medizin stetig wichtiger wird.
Verantwortlich: Dr. Thomas Scharmann, Bundesvorsitzender DFV – Steinstraße 85 – 81667 München Redaktion: Jspress - Joachim Stier – T: 0241/559 68 18-4 + F: 0241/559 68 18 -5 + M: 0170/2900 88 3 + E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
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