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Niedergelassene Fachärzte: Umsatzeinbußen von 50 Prozent laut 'stern'
München, 08.01.2010 – Dass die niedergelassenen Fachärzte weniger im Portemonnaie haben, darauf haben sie oft genug hingewiesen. Mit der Umfrage im Magazin 'stern' sickert dies nun auch ins öffentliche Bewusstsein: Mit einem Rückgang in Höhe von 50 Prozent seit 1990 liegen sie sogar an der Spitze... „In vielen Berufsgruppen geht es abwärts – aber eben auch bei uns niedergelassenen Fachärzten. Der Schein, Ärzte seien Glückskinder, trügt“, so Dr. Thomas Scharmann, Bundesvorsitzender des Deutschen Facharztverbandes (DFV).

Einen Verdienst von 6.400 Euro brutto gibt das Magazin als Durchschnitt an. Unklar bleibt, ob das Magazin den Arztlohn recherchiert hat, oder Verdienst mit Umsatz verwechselt. Denn  Arztpraxen sind Unternehmen mit Investitionskosten, Krediten, Arbeitslöhnen, Praxismieten. Auch um die eigene Vorsorge müssen sich die niedergelassenen Fachärzte als Angehörige der freien Berufe selbst kümmern. Nach Steuern bleibt kein berauschender Arztlohn übrig. Deshalb nehmen die Fachärzte auch die häufigen Erstplatzierungen unter den Topverdienern nicht ernst.

Die Einkommenssteigerungen für niedergelassene Fachärzte der letzten Zeit, die viel kritisiert wurden, haben den Verlust nicht wettgemacht, so Scharmann. Die Einkommensentwicklung jedenfalls ist angesichts der langen Ausbildungszeit (bis zu sieben Jahr nach dem Medizinstudium), der hohen Verantwortung für die Gesundheit der Patienten und den Investitionserfordernissen in eine moderne Medizin keine gute Werbung für junge Menschen, die vor der Berufswahl stehen. Vor allem: „Wenn in den letzten achtzehn Jahren die Entwicklung so rasant um 50 Prozent abwärts ging, wer sagt, dass es nicht noch schlechter wird? Schon heute arbeiten nicht wenige niedergelassene Fachärzte für ein Taschengeld, wenn sie teils für 17 Euro einen Patienten im Quartal betreuen müssen“, so Scharmann.


Belegexemplar an die Redaktion erbeten

Verantwortlich: Dr. med. Thomas Scharmann – Bundesvorsitzender DFV – Steinstraße 85 – 81667 München Redaktion: JSpress – Joachim Stier, 52070 Aachen, Tel.: 0241/559 68 18-4, Fax: -5, Mobil: 0170/2900 88 3

 

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