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Niedergelassene Fachärzte haben klar Stellung bezogen
Pressemitteilung
Regierungsklausur zum Gesundheitssystem
Niedergelassene Fachärzte  haben klar Stellung bezogen
München, 20.06.2010 – Die Notwendigkeit einer umfassenden und ausreichend finanzierten Patientenversorgung durch Facharztpraxen hat der Deutsche Facharztverband (DFV)  im Vorfeld der Klausursitzung zur Gesundheitsreform betont. Der DFV konnte in Zusammenarbeit mit einer Reihe großer fachärztlicher Berufsverbände Stellungnahmen abgeben. Neben dem DFV formulierten die fachärztlichen Berufsverbände für Augenheilkunde, Dermatologie, Hals-Nasen-Ohrenärzte und Orthopädie entsprechende Erklärungen. Der DFV und die Berufsverbände haben deutlich gemacht, dass die fachärztliche Regelversorgung weiterhin unterfinanziert ist. In der Grundversorgung der Patienten gibt es daher kein Einsparpotenzial – im Gegenteil müsste hier aufgestockt werden. Daher wurde ein Mindest-Regelleistungsvolumen vorgeschlagen, das den wirtschaftlichen Mindestbedarf garantiert. In Verantwortung um die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems haben die Fachärzte um den DFV substantielle Einsparungsvorschläge gemacht: „Die niedergelassenen Fachärzte haben sich mit Vorschlägen zum effizienteren Umgang mit den Versichertengeldern sowie mit Einsparvorschlägen als verlässlicher Partner der Politik angeboten. Anders als Honorarkürzungen gehen unsere Vorschläge nicht zu Lasten der medizinischen Leistung für Patienten“, so Dr. Thomas Scharmann, Bundesvorsitzender des Deutschen Facharztverbandes (DFV).
Die Vorschläge des DFV (diese und die Stellungnahmen der einzelnen Berufsverbände sind im Internet unter www.deutscher-facharztverband.de abrufbar) umfassen:
 Die Anzahl der Krankenkassen sollte reduziert werden, die Spitzenverbände sind aufzulösen, der Kassenwettbewerb ist weitestgehend aufzuheben: So sind die Werbekosten der Kassen im Zuge des Wettbewerbs in die Höhe geschnellt; auch wurden die Einzelverbände der Kassen trotz der Einrichtung des Spitzenverbandes nicht aufgelöst – dies sind ineffiziente Parallelstrukturen
 Zulassungen von Krankenhäusern zur ambulanten Behandlung nach §116b dürfen nur noch nach Bedarfsprüfung erfolgen und nur in soweit erfolgen, als das Krankenhaus die Behandlung in der Vergangenheit erbracht hat. Bei der Behandlung dürfen ausschließlich fertig ausgebildete und geprüfte Fachärzte zum Einsatz kommen.
 Es sollte ein Moratorium für Hausarztverträge verhängt werden, deren Effizienz überprüft werden muss.
 Das Bundesversicherungsamt ist zu reformieren. Derzeit wird das BVA seinen Aufgaben nicht gerecht. Die mangelnde Aufsicht führt zu erheblichen Mehrausgaben der Kassen.
 Ein Dispensierrecht für (Fach)Ärzte einräumen: Direktabgabe von bestimmten, häufig verordneten Medikamenten in den (Fach)Arztpraxen, was die Umlagen von Apotheken und Großhandel spart
 Keine Neubesetzung von Arztsitzen in überversorgten Gebieten, die länger als drei Monate unbesetzt sind, um so die Situation in unterversorgten Gebieten zu verbessern
 Wiedereinführung des Praktischen Arztes, der sich durch eine kürze, aber effizientere Weiterbildungszeit auszeichnet und so schneller in unterversorgten Gebieten eingesetzt werden kann
 Erstattungswesen für Akupunktur und Psychotherapie auf dem Wege der Kostenerstattung
Vorgeschlagen wurde seitens der Berufsverbände auch die Stärkung des ambulanten Operierens in Facharztpraxen und des Belegarztwesens: Damit ließen sich Millionenbeiträge einsparen. Und: Konsequente Umwandlung von bisher stationären Leistungen in ambulante Leistungen. Stationäre Einweisungen bei Wahleingriffen unter Facharztvorbehalt. Bei kostenintensiven Indikationen Einholen einer Zweitmeinung.
www.deutscher-facharztverband.de
Der Deutsche Facharztverband (DFV) setzt sich für den Erhalt der Gesundheitsversorgung durch die ambulante Facharztmedizin in den Facharztpraxen ein. Rund 60.000 niedergelassene Fachärzte stellen zusammen mit ihren rund 180.000 Arzthelferinnen die fachärztliche Grund- und Spezialversorgung sicher (Wirtschafts- und Arbeitsplatzfaktor). Auf 1.000 Einwohner kommen in Deutschland 0,9 Fachärzte an Kliniken und 0,7 in den Facharztpraxen. Mit zusammen 1,6 Fachärzten auf 1.000 Einwohner liegt Deutschland sogar nur im unteren europäischen Mittelfeld. Von einer doppelten Versorgung kann keine Rede sein.
Abdruck honorarfrei – Belegexemplar erbeten
Verantwortlich: Dr. med. Thomas Scharmann – DFV-Bundesvorsitzender – Steinstraße 85 – 81667 München Redaktion: JSpress – Tel.: 0241/559 68 18 - 4, Fax: 0241/559 68 18-5, Mobil: 0170/2900 88 3
Regierungsklausur zum Gesundheitssystem
(HIER DIE DFV PRESSEMITTEILUNG ZUR GESUNDHEITSKLAUSUR!)

München, 20.06.2010 – Die Notwendigkeit einer umfassenden und ausreichend finanzierten Patientenversorgung durch Facharztpraxen hat der Deutsche Facharztverband (DFV)  im Vorfeld der Klausursitzung zur Gesundheitsreform betont. Der DFV konnte in Zusammenarbeit mit einer Reihe großer fachärztlicher Berufsverbände Stellungnahmen abgeben. Neben dem DFV formulierten die fachärztlichen Berufsverbände für Augenheilkunde, Dermatologie, Hals-Nasen-Ohrenärzte und Orthopädie entsprechende Erklärungen... Der DFV und die Berufsverbände haben deutlich gemacht, dass die fachärztliche Regelversorgung weiterhin unterfinanziert ist. In der Grundversorgung der Patienten gibt es daher kein Einsparpotenzial – im Gegenteil müsste hier aufgestockt werden. Daher wurde ein Mindest-Regelleistungsvolumen vorgeschlagen, das den wirtschaftlichen Mindestbedarf garantiert. In Verantwortung um die Finanzierbarkeit des Gesundheitssystems haben die Fachärzte um den DFV substantielle Einsparungsvorschläge gemacht: „Die niedergelassenen Fachärzte haben sich mit Vorschlägen zum effizienteren Umgang mit den Versichertengeldern sowie mit Einsparvorschlägen als verlässlicher Partner der Politik angeboten. Anders als Honorarkürzungen gehen unsere Vorschläge nicht zu Lasten der medizinischen Leistung für Patienten“, so Dr. Thomas Scharmann, Bundesvorsitzender des Deutschen Facharztverbandes (DFV).

Die Vorschläge des DFV (diese und die Stellungnahmen der einzelnen Berufsverbände sind im Internet unter www.deutscher-facharztverband.de abrufbar) umfassen:
  • Die Anzahl der Krankenkassen sollte reduziert werden, die Spitzenverbände sind aufzulösen, der Kassenwettbewerb ist weitestgehend aufzuheben: So sind die Werbekosten der Kassen im Zuge des Wettbewerbs in die Höhe geschnellt; auch wurden die Einzelverbände der Kassen trotz der Einrichtung des Spitzenverbandes nicht aufgelöst – dies sind ineffiziente Parallelstrukturen
  • Zulassungen von Krankenhäusern zur ambulanten Behandlung nach §116b dürfen nur noch nach Bedarfsprüfung erfolgen und nur in soweit erfolgen, als das Krankenhaus die Behandlung in der Vergangenheit erbracht hat. Bei der Behandlung dürfen ausschließlich fertig ausgebildete und geprüfte Fachärzte zum Einsatz kommen.
  • Es sollte ein Moratorium für Hausarztverträge verhängt werden, deren Effizienz überprüft werden muss.
  • Das Bundesversicherungsamt ist zu reformieren. Derzeit wird das BVA seinen Aufgaben nicht gerecht. Die mangelnde Aufsicht führt zu erheblichen Mehrausgaben der Kassen.
  • Ein Dispensierrecht für (Fach)Ärzte einräumen: Direktabgabe von bestimmten, häufig verordneten Medikamenten in den (Fach)Arztpraxen, was die Umlagen von Apotheken und Großhandel spart 
  • Keine Neubesetzung von Arztsitzen in überversorgten Gebieten, die länger als drei Monate unbesetzt sind, um so die Situation in unterversorgten Gebieten zu verbessern
  • Wiedereinführung des Praktischen Arztes, der sich durch eine kürze, aber effizientere Weiterbildungszeit auszeichnet und so schneller in unterversorgten Gebieten eingesetzt werden kann
  • Erstattungswesen für Akupunktur und Psychotherapie auf dem Wege der Kostenerstattung

Vorgeschlagen wurde seitens der Berufsverbände auch die Stärkung des ambulanten Operierens in Facharztpraxen und des Belegarztwesens: Damit ließen sich Millionenbeiträge einsparen. Und: Konsequente Umwandlung von bisher stationären Leistungen in ambulante Leistungen. Stationäre Einweisungen bei Wahleingriffen unter Facharztvorbehalt. Bei kostenintensiven Indikationen Einholen einer Zweitmeinung.


www.deutscher-facharztverband.deDer Deutsche Facharztverband (DFV) setzt sich für den Erhalt der Gesundheitsversorgung durch die ambulante Facharztmedizin in den Facharztpraxen ein. Rund 60.000 niedergelassene Fachärzte stellen zusammen mit ihren rund 180.000 Arzthelferinnen die fachärztliche Grund- und Spezialversorgung sicher (Wirtschafts- und Arbeitsplatzfaktor). Auf 1.000 Einwohner kommen in Deutschland 0,9 Fachärzte an Kliniken und 0,7 in den Facharztpraxen. Mit zusammen 1,6 Fachärzten auf 1.000 Einwohner liegt Deutschland sogar nur im unteren europäischen Mittelfeld. Von einer doppelten Versorgung kann keine Rede sein.

Abdruck honorarfrei – Belegexemplar erbeten

Verantwortlich: Dr. med. Thomas Scharmann – DFV-Bundesvorsitzender – Steinstraße 85 – 81667 München Redaktion: JSpress – Tel.: 0241/559 68 18 - 4, Fax: 0241/559 68 18-5, Mobil: 0170/2900 88 3

 

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