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Spaltung der Psychotherapie

Berlin, 27. September 2019 – Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V. (SpiFa) unterstreicht seine Kritik am gestern beschlossenen Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung. Trotz aller Warnungen und Kritik wird der Etikettenschwindel legalisiert.

Der Bundestag hat mit dem Psychotherapeutengesetz eine Neuordnung der Psychotherapeutenausbildung beschlossen. Mit diesem Gesetz spricht er zukünftig approbierten klinischen Psychologen eine umfassende psychotherapeutisch-heilkundliche Tätigkeitsbefugnis aus, obwohl diese Approbierten die Anwendung von Psychotherapie in einer angedachten Weiterbildung erst noch erlernen müssen.

Damit hat die Politik die Warnungen der Deutschen Ärzteschaft sowie des Wissenschaftsrates weitgehend ignoriert. Diese Neuregelung gefährdet die Patientensicherheit, wird doch ein Ausbildungsstand suggeriert, den die Approbierten noch nicht erworben haben. Dies stellt aus unserer Sicht einen einmaligen Vorgang dar und stellt einen ausgewiesenen Etikettenschwindel dar. 

„Dass wenigstens die Bezeichnung „Psychotherapeut/in“ auch für Ärztinnen und Ärzte weiter fest etabliert bleibt, ist zu begrüßen“, so Dr. Christian Messer, Vorsitzender des Ausschusses für Psychotherapie des SpiFa. „Damit ist auch weiterhin strukturell die Zuständigkeit der Ärzteschaft für diesen großen und bedeutenden Bereich der Medizin gesichert“, so Dr. Messer.

Lars Lindemann, Hauptgeschäftsführer des SpiFa, weist zudem auf die mit diesem Gesetz beschlossene systemische Veränderung hin. Zukünftig sollen demnach Fachpsychologen die Teilnahme an der vertragsärztlichen Versorgung ermöglicht werden. „Konsequenterweise sollte die Psychologenschaft in eigener Verkammerung ganz selbstbewusst auch die Finanzierung ihrer Leistungen in einer der hier ohne Rücksicht auf die legitimen ärztlichen Interessen durchgesetzten Systemveränderung angepassten Kassenpsychologischen Vereinigung durchsetzen“, so Lindemann.

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