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Kassenpsychologische Vereinigungen und eine Kassenpsychologische Bundesvereinigung wären der folgerichtige Schritt

Langenau, 15.10.2019:
Mit 2./3. Lesung im Deutschen Bundestag am 26. September 2019 wurde das Reformgesetz zur sogenannten Psychotherapeutenausbildung durch das deutsche Parlament verabschiedet. Die deutsche Ärzteschaft hat sich über mehrere Jahre mit dem Reformgesetz (technisch genannt: „PsychThGAusbRefG“) befasst und immer wieder kritisiert, dass die Regelungen eine Verschiebung der sprechenden Medizin in einen neuen Heilberuf vorsehen. Der neue Heilberuf macht sich vor allem an einer neuen Berufsbezeichnung „Psychotherapeut“ fest.

Dr. med. Petra Bubel, Vorsitzende des Deutschen Facharztverbandes e.V. (DFV) stellt hierbei klar: „Psychotherapie ist und war schon immer Bestandteil ärztlichen Handelns. Diese nun auf einen neuen Heilberuf ist zu übertragen ist nicht nur unsinnig, sondern auch eine Gefährdung der Patientinnen und Patienten. Diese wissen zukünftig nicht mehr, ob sie sich einer Person anvertrauen die sie ärztlich ausgebildet behandelt.“

Zukünftig sollen sich nach dem vorgesehenen Gesetz Berufseinsteiger direkt nach der Ausbildung Psychotherapeut nennen dürfen ohne, dass sie die Fachkunde Psychotherapie erworben haben. Sie sind also explizit nicht als Psychotherapeut ausgebildet. Damit ist der neue Heilberuf eine „Mogelpackung“ die nicht mehr das beinhaltet, was der ärztlich ausgebildete Psychotherapeut heutiger Prägung nachweisen muss. Um den Berufstitel Psychotherapeut nach dem nun vorgelegten Reformgesetz führen zu dürfen ist ein Bachelor- mit anschließendem Master-Studium ausreichend.

„Selbst wenn man den Überlegungen des Gesetzgebers folgt fehlt im Gesetz ein folgerichtiger Schritt, nämlich die Gründung von Kassenpsychologischen Vereinigungen (KPVen) und einer Kassenpsychologischen Bundesvereinigung (KPBV). Ärzte und Psychologen weiterhin per Gesetz zu zwingen im Rahmen einer einheitlichen Selbstverwaltung die Interessen der jeweiligen Gruppe gegeneinander zu vertreten, muss man dann auch konsequent ablehnen“, so Dr. Bubel weiter.

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